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Storytelling-Praxis: Die natürliche Ampassungsfähigkeit trainieren - weil Geschichten nie linear verlaufen.

Ob Schule, Studium, Beruf, Karriere oder Familiengründung, das Leben ist keine Checkliste, die abgearbeitet werden muss. Sie ist vielmehr ein Raum für ganzheitliche Kompetenzentwicklung, Reifung und persönliche Transformation. Wer bereit ist, die eigenen Unsicherheiten, Brüche und Herausforderungen als Teil der Heldenreise zu sehen, entwickelt genau die Future Skills, die später im Berufsleben entscheidend sind.


Future Skills Development – wie wir mit Storytelling Adaptability & Flow fördern können


In unserem Future Skills NOW Development-Ansatz helfen wir Menschen, Organisationen, Führungskräften, Teams und Mitarbeitenden Kompetenzentwicklung als einen ganzheitlichen Ansatz zu begreifen. Dabei nutze ich zum einen Storytelling als einen interaktiven und erlebnisorientierten Ansatz aus der Angewandten Improvisation, zum anderen fördere ich den Aufbau von Adaptability & Flow entlang der 8 Kompetenz-, Lern und Entwicklungsfelder des Resilienz-Zirkels.



Der Resilienz-Zirkel seine seinen acht Kompetenz-, Lern und Entwicklungsfeldern


Basierend auf den 8 Meta-Kompetenzen der individuellen Resilienz - entwickle ich für meinen Kunden hierzu eine individuelle Future Skills Development Kompetenz-Landkarte "Agilit & Flow", z.B. für den Entwicklungskontext Schule, Studium, Beruf, Partnerschaft oder Familie. Im Rahmen unseres Future Skills Labs "Storytelling Adaptability & Flow" zeige ich Dir, wie du als Facilitator, Trainer:in und Coach dieses Systematik auch konkret für deinen Arbeitsbereich einsetzen kannst.





Nachfolgend möchte ich dir Beispiele für Deine Storytelling-Praxis geben, wie wir einzelne Meta-Kompetenzen aus der Future Skills Development Landkarte zum Thema "Storytelling, Adaptability & Flow" mit Hilfe einer Übung aus dem Storytelling trainieren. Hier geht es um die Meta-Kompetenz "Selbstregulation & Selbstfürsorge". Die vollständige Landkarte lernst Du dann in unserem Future Skills Lab kennen.


Warum eine Heldenreise ohne Selbstregulation, Adaptability & Flow nicht funktionieren


Die Fähigkeit, flexibel mit Veränderungen umzugehen – Adaptability – und dabei in einen produktiven, kreativen Flow zu kommen, klingt auf den ersten Blick leicht. Doch in der Realität erleben wir Veränderung oft als Stress. Besonders dann, wenn die Rahmenbedingungen unsicher sind, wenn wir keine Kontrolle über die Entwicklung haben oder wenn wir das Gefühl haben, den Anforderungen nicht gewachsen zu sein. Genau das ist das wiederkehrende Thema einer jeden Heldenreise und begegnet vielen Studierenden (und später auch Berufstätigen) immer wieder – sei es beim Umgang mit neuen Technologien wie KI, bei wechselnden Lerninhalten oder beim Sprung ins Berufsleben.


Unser Nervensystem reagiert auf solche Unsicherheit oft mit Anspannung, Vermeidung oder Überforderung. Doch genau hier liegt die Krux: Ohne bewusste Selbstregulation und Selbstfürsorge blockieren wir uns selbst, anstatt flexibel und offen mit Veränderungen umzugehen. Nur wer lernt, die eigenen Ängste und Stressmuster bewusst wahrzunehmen, kann seine Anpassungsfähigkeit wirklich entfalten – und langfristig in den Flow kommen.


Ein wirksamer Ansatz, um genau diese Kompetenz zu stärken, ist das Arbeiten mit inneren Dialogen – konkret mit der eigenen Unsicherheit oder Angst. In der Applied Improv Storytelling-Übung „Der Dialog mit der Angst“ wird diese innere Stimme externalisiert, sichtbar und damit gestaltbar. Dadurch trainieren wir nicht nur unsere Flexibilität im Denken, sondern auch unsere Fähigkeit zur emotionalen Selbstregulation. Und letztlich schaffen wir genau den Freiraum, der nötig ist, um Adaptability & Flow zu erleben.



Storytelling-Übung: Der Dialog mit der Angst – Adaptability & Flow trainieren


Setting der Übung:

Zwei Personen (hier: Mira & Markus) übernehmen je eine Rolle:

  1. Mira verkörpert den inneren Anteil „Angst vor der KI“ – sie formuliert all ihre Unsicherheiten, Zweifel und Befürchtungen aus.

  2. Markus verkörpert den inneren Anteil, die sich dieser Angst stellen kann – er hört zu, stellt Fragen und versucht, die Angst zu verstehen, einzuordnen und ihr konstruktiv zu begegnen.

 

Durchhführung: Die Anteile treten miteinander in den Dialog:


Mira (als Angst vor der KI, nervös):„Was ist, wenn ich nach dem Studium gar keinen Job mehr finde? KI kann doch jetzt schon Texte schreiben, Diagnosen stellen, sogar Kunst erschaffen. Warum sollten Unternehmen noch jemanden einstellen wie mich? Vielleicht wird mein ganzer Studiengang bald überflüssig!“

Markus (ruhig, empathisch):„Okay, ich höre, du hast Angst, dass KI dich ersetzen könnte und dass das, was du lernst, irgendwann nicht mehr gefragt sein wird. Was genau macht dir daran am meisten Sorgen? Ist es der Jobverlust – oder eher die Vorstellung, dass das, was du tust, keinen Wert mehr hat?“

Mira (zögert):„Beides. Ich frage mich, ob ich das Richtige lerne – ob ich überhaupt mithalten kann, wenn sich alles so schnell verändert. Ich will nicht plötzlich nutzlos dastehen.“

Markus (nachdenklich):„Verstehe ich. Aber wenn du mal zurückblickst – hast du nicht im Studium schon oft Dinge gelernt, die du anfangs gar nicht kanntest? Neue Tools, neue Denkweisen, neue Themen? Wie bist du bisher mit solchen Unsicherheiten umgegangen?“

Mira (überlegt):„Stimmt... Am Anfang war ich auch mit dem Thema Data Science überfordert. Aber ich habe mir Stück für Stück Wissen aufgebaut – oft durch Ausprobieren und Fehler machen.“

Markus:„Genau das zeigt doch, dass du die Fähigkeit hast, dich immer wieder anzupassen. Vielleicht geht es gar nicht darum, alles vorher zu wissen – sondern bereit zu sein, dich auf Neues einzulassen. Was wäre, wenn du die KI nicht als Konkurrenz, sondern als Werkzeug betrachtest? Wie könnte sie dich in deinem Lernprozess unterstützen?“

Mira (nachdenklich, lächelt leicht):„Vielleicht könnte ich die KI nutzen, um schneller an Informationen zu kommen oder mir bei Routineaufgaben helfen lassen. Dann hätte ich mehr Zeit für das, was wirklich zählt – kritisches Denken, Kreativität, Zusammenarbeit.“

 

Reflexion nach dem Dialog:


Gemeinsam überlegen Mira & Markus:

  • Welche Argumente hatte die Angst? Angst vor Jobverlust, Überflüssigkeit, Überforderung durch schnelle Entwicklungen.

  • Welche waren berechtigt, welche übertrieben? Berechtigt: Die Arbeitswelt verändert sich rasant, Anforderungen wandeln sich. Übertrieben: Die Annahme, dass alle menschlichen Fähigkeiten ersetzbar sind und dass Anpassung unmöglich ist.

  • Wie können wir diese Ängste duch Adaptability & Flow entkräften?

    Durch bewusstes Annehmen der Veränderung, Lernen im eigenen Tempo, Nutzung von Technologie als Unterstützung, nicht Konkurrenz.

  • Wie können wir uns an die Herausforderungen mit der KI anpassen?

    Indem wir kontinuierlich weiterlernen, flexibel bleiben, Fehler als Lernchancen begreifen.

    Durch aktives Ausprobieren neuer Tools (z.B. ChatGPT für Recherche oder Ideensammlung).

    Indem wir eigene Stärken einbringen: Empathie, kritisches Denken, Kreativität – alles, was KI (noch) nicht kann.

  • Wie können wir die KI selbst nutzen, um unsere Angst zu reduzieren und unseren Flow zu stärken? KI als Sparringspartner: Schnelles Feedback beim Lernen, Inspiration für Projekte.

    Nutzung von KI zur Automatisierung von Routineaufgaben, um mehr Zeit für kreative Arbeit zu haben.

    Gemeinsam mit anderen KI-Anwendungen ausprobieren, um sich gegenseitig zu unterstützen und neue Lernwege zu entdecken.

 

Fazit für Mira & Markus:

Nach dieser Peer-Coaching-Übung erkennen beide, dass der Schlüssel zur Selbstregulation und Selbstfürsorge nicht darin liegt, Unsicherheit zu vermeiden, sondern flexibel und offen mit ihr umzugehen. Adaptability & Flow entstehen genau dann, wenn sie lernen, sich aktiv mit ihren Ängsten auseinanderzusetzen, anstatt ihnen auszuweichen – und dabei die KI als Werkzeug zur eigenen Weiterentwicklung nutzen.

 

Eine Anleitung und weitere Beispiele für Deine Storytelling-Praxis zu dieser Übung findest du im begleitenden Handout unserer Future Skills Zertifizierung "Storytelling, Innovation und Digitaler Wandel".





Im Future Skills Facilitator Training vertiefen wir das Thema “Storytelling, Innovation und Digitaler Wandel“, u.a. mit Übungen aus dem interaktiven Resilienz-Zirkel-Training. Wir experimentieren mit dem Einsatz von Storytelling-Übungen und deren Transfer in Deinem Arbeitskontext. Denn wenn wir Storytelling als Brücke zwischen Mensch und Technologie nutzen, können wir auf einem kreativen und produktiven Weg herausfinden, wie wir die Veränderung nicht als Bedrohung, sondern als ein gemeinsames Abenteuer erzählen können.




Handout Storytelling + Innovation - Auszüge aus dem Inhalt

Das Handout mit allen 8 Storytelling-Übungen zu den Kompetenzfeldern erhältst Du im Rahmen der Future Skills Facilitator-Ausbildung. Du hast keine Zeit live dabei zu sein? Das Handout mit den 8 Storytelling-Übungen steht dir auch im Future Skills NOW Online-Campus zur Verfügung - mehr Infos dazu im Future Skills Online-Lab.



Storytelling - wie angewandte Improvisation technologische Brücken baut und Innovationsprozesse fördert


Technologische Veränderungen sind wie wir gesehen haben nicht nur eine Frage der Implementierung neuer Tools – sie sind immer auch eine Herausforderung für die Menschen, die mit ihnen arbeiten. Neue Technologien lösen Unsicherheiten aus, weil sie tief in bestehende Arbeitsweisen, Routinen und Identitäten eingreifen.


Genau hier kann Storytelling als Werkzeug Brücken bauen. Denn während Daten und Fakten allein selten ausreichen, um Widerstände abzubauen, haben Geschichten die Kraft, Menschen auf einer emotionalen Ebene zu erreichen, sie einzubinden und Veränderung greifbar zu machen.


Storytelling schafft Akzeptanz, weil es nicht nur rationale Erklärungen liefert, sondern auch die persönliche Dimension der Veränderung sichtbar macht. Anstatt abstrakte Konzepte zu präsentieren, setzt es auf konkrete Erlebnisse, Erfahrungen und Perspektiven. Menschen können sich mit Geschichten identifizieren, sie wecken Emotionen und machen Zukunftsszenarien erlebbar.


Ein Algorithmus bleibt eine Black Box, solange er nur technisch beschrieben wird – aber wenn eine Geschichte zeigt, wie eine KI im Arbeitsalltag unterstützt, produktiver macht oder entlastet, entsteht ein Verständnis, das über theoretisches Wissen hinausgeht.


Ein weiterer entscheidender Aspekt ist, dass Storytelling den Menschen in den Mittelpunkt stellt – nicht die Technologie. Technologische Innovationen sind niemals Selbstzweck, sondern sie sollen Arbeit erleichtern, neue Möglichkeiten schaffen oder Probleme lösen. Doch diese Botschaft geht oft verloren, wenn Veränderung nur als technisches Projekt betrachtet wird.


Identifikation: Mit Storytelling kann Veränderung aus der Perspektive derjenigen erzählt werden, die sie betrifft: Wie erleben Mitarbeitende die Einführung einer neuen Technologie? Welche Herausforderungen gibt es? Wie kann die Veränderung gelingen? Diese Geschichten machen Veränderungsprozesse verständlicher und stärken die Bereitschaft, sich aktiv daran zu beteiligen.


Zudem hilft Storytelling dabei, Komplexität zu reduzieren. Viele Technologien erscheinen zunächst abstrakt, unverständlich oder überwältigend. Metaphern und Analogien machen sie greifbar – eine KI kann als „neuer Kollege“ betrachtet werden, der sich ins Team integriert, Automatisierung als „Assistent“, der Routineaufgaben übernimmt. Solche Bilder nehmen die Angst vor dem Unbekannten und machen den Nutzen neuer Technologien auf intuitive Weise deutlich.


Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Beteiligung: Veränderung gelingt nur dann wirklich, wenn Menschen sich als Mitgestalter*innen erleben, anstatt sich ihr ausgeliefert zu fühlen. Storytelling schafft genau diesen Raum für Mitgestaltung – ob durch Improvisationsübungen, narrative Zukunftsszenarien oder Perspektivwechsel. Wenn Mitarbeitende die Möglichkeit bekommen, ihre eigenen Geschichten über den technologischen Wandel zu erzählen, entwickelt sich eine ganz neue Haltung: Sie fühlen sich gehört, ernst genommen und in den Veränderungsprozess eingebunden.


Ausblick

Wer Technologie nur mit Fakten und Argumenten verkaufen will, wird oft auf Widerstand stoßen. Doch wer Geschichten erzählt, die Technologie mit Erlebnissen verknüpfen, Emotionen ansprechen und Menschen aktiv in den Wandel einbinden, schafft echte Akzeptanz. Storytelling ist kein „weiches Extra“, sondern ein essenzielles Werkzeug für eine erfolgreiche digitale Transformation – denn es verbindet das, was auf den ersten Blick oft als Gegensatz erscheint: Mensch und Technologie.



Ein Gehirn und ein Herz, darunter steht "Future Skills lebendig trainieren"



In unserem Future Skills Lab trainieren wir genau das, lebendig, praxisnah und mit jeder Menge Spaß: Mit welchen Storytelling-Methoden können wir technologische Veränderungen begleiten? Wie lassen sich Ängste abbauen und Innovationsprozesse aktiv gestalten? Durch angewandte Improvisation und narrative Ansätze machen wir erlebbar, wie Geschichten zum Gamechanger in Change-Prozessen werden können.


Baue mit kreativen und interaktiven Methoden aus der Angewandten Improvisation deinen Future Skills-Toolkoffer aus, fördere deine Persönlichkeitsentwicklung und steigere deine Applied Improv Facilitator Kompetenzen.



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